"Day 136: If you were 12 and looked at yourself in the future, would you be happy?"
Wenn mir jemand mit 12 gesagt hätte, wie mein Leben 10 Jahre später [Oh Gott, bin ich wirklich schon so alt??] so aussehen würde, dann hätte ich das wahrscheinlich sehr seltsam gefunden. Ich weiß nicht mehr wirklich, was damals so in einem Kopf alles abgegangen ist. Aber ich weiß noch, dass ich nicht die leiseste Ahnung hatte, wie ich mich beruflich entwickeln wollte [ich glaube damals wollte ich noch Autorin werden & Bücher schreiben, ich habe zu der Zeit wirklich viel geschrieben... & konnte mich in den meisten Fällen nicht dazu überwinden, die Sachen jemandem zu lesen zu geben]. Ich habe wahrscheinlich gehofft, zügig auch mal einen Freund zu bekommen & dass ich mit 22 eine überaus glückliche Beziehung führe [Failure]. Was mein 12-jähriges Ich fröhlich gestimmt hätte, wären die Tatsachen dass ich studiere & zufrieden damit bin, mich immer noch gut mit meiner Mutter verstehe & mehrfach tattowiert bin. Ich glaube, im großen & ganzen wäre ich mit mir zufrieden gewesen.
"Day 137: One of your wildest dreams."
Wenn es hier um nächtliche Träume geht: Fast alles, was ich träume, ist ziemlich bescheuert. Jüngstes Beispiel: Ein sprechendes Känguruh & ich sind einkaufen gegangen. Ohne Geld. Das war irgendwie unbehaglich. Wenn es um Tagträume geht... ich würde so gerne ein musikalisch begabter Mensch sein & am besten mich selbst auf den Festivalbühnen dieser Welt feiern lassen. Aber das wird wohl nichts mehr in diesem Leben. _____________________________________________________
Die Beerdigung ist also überstanden & es war nicht mal halb so schlimm, wie ich es befürchtet hatte. Die Sonne schien, die Verwandten hielten [größtenteils] die Klappe, eigentlich war mir nur ein wenig übel. Weinen konnte & musste ich nicht, nach wie vor nicht. Ebenso mein Bruder & meine Mutter. Wir sind zu dem Entschluss gekommen, dass wir mittlerweile einfach zu abgestumpft sind; meine Mutter drückte es treffend mit den Worten "irgendwie denkt man irgendwann ja auch nur: `Ach nee, nicht SCHON wieder...'"aus. Tja. Und weiter gehts, trotz allem gibt es diese Woche noch etwas zu feiern: morgen feiern wir in Änna Geburtstag rein & ich glaube, das wird ganz gut. Ich freue mich zumindest schon.
"Day 134: Do you have a reason to smile right now?"
Durchaus. Die Sonne lässt sich blicken & ein echt witziges Wochenende liegt hinter mir. Mein Bruder & ich sind noch enger zusammen gewachsen, wir haben uns ausgeprochen & ich habe Dinge erfahren.... unglaublich. Gestern haben wir uns nachmittags getroffen und in mittelgroßer Runde auf dem Balkon gesessen, [zu viel] Wein getrunken, gelacht & dem Wetter beim ändern zugesehen. Mir war zwar nachher unglaublich schlecht, aber das war es wert gewesen. Heute bin ich früh aufgestanden & habe für meine Mutter, die übers Wochenende verreist war, einen Kuchen gebacken. Allerdings kriege ich jetzt schon Bauchschmerzen, wenn ich an morgen denke.
"Day 135: Is change a good thing?"
Das kann man schlecht verallgemeinern. Manche Veränderungen sind gut, manche schwerwiegend, manche richtig beschissen & manche nötig. Ist 'ne Sache der Perspektive, glaube ich.
"Day 133: If you had to choose between a million dollars or to be able to change a regret, what would you do?"
Ich würde die Millionen nehmen, da ich noch nie etwas getan habe, dass so schlimm war, als dass ich es rückgängig machen wollen würde. Vielleicht ist der Gedanke aber auch einfach zu abstrakt für mein beschränktes Gehirn. ________________________________________________________
Eigentlich hätte ich 'ne Menge für die Fh zu tun. Das Wetter ist scheiße & da würde sich das anbieten, aber meine Motivation scheint auf eine weit entfernte Insel gereist zu sein. Wie jedes Semester also. Dafür habe ich einen akkustischen Leckerbissen gefunden, & anscheinend bin ich schon zwei Wochen zu spät dran, aber besser als nie. Florence + the Machine haben einen Song namens "Breath of Life" für den Film "Snow White and the Huntsman" aufgenommen. Meiner Meinung nach ist er wirklich gut gelungen. Ich stehe einfach auf diese treibenden Trommeln & die dramatischen Chorgesänge. Aber hört schnell selbst, bevor die Gema wieder das Spaßbremspedal voll durchdrückt.