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Jetzt sind schon 2 Arbeitstage rum, wow.
Als ich gestern von der Arbeit nach Hause kam, war ich ziemlich platt & erschlagen von all den neuen Eindrücken. Ich kannte zwar sowohl die Räumlichkeiten, die Kollegen als auch die Beschäftigten, allerdings habe ich sehr früh feststellen müßen, dass die Arbeit in einem Schwerstbehindertenbereich ein meilenweiter Unterschied zu der Arbeit ist, die ich das letzte Jahr verrichtet habe.
Aber es ist schön. Die Leute sind so herzlich & freuen sich immer, einen zu sehen. Bisher habe ich zwar selber noch keine Pflege gemacht [nur Toilettengänge begleitet....], das habe ich mir aber für nächste Woche vorgenommen.
Und natürlich ist auch das Arbeiten mit R. der Hammer. Es ist einfach unglaublich, was für ein Händchen er für unsere Leute hat. Als wir uns gestern das erste Mal wieder trafen, sagte ich scherzhaft: "Guten Tag, ich bin die Neue. Aber vielleicht hast du mich ja schon mal gesehen, so im letzten Jahr." Woraufhin er meinte: "Ja, wir sind uns mal irgendwann über den Weg gelaufen... besoffen!" Und dabei lachte er so toll & war einfach so ein schöner Anblick, dass ich meinen Kopf mindestens 30 Meter tief in die Wolken stecken mußte, damit er meine roten Ohren nicht sieht.  
Und da gab es noch eine Szene, wenn ich nicht so ein emotionaler Eisklotz wäre, ich hätte geheult. Da ist ein Beschäftigter, der hat auch erst gestern angefangen. Er kann weder sprechen noch sehen noch sich bewegen. Er weint viel, ich vermute mal wegen der ganzen neuen Dinge , Menschen & Umgebungen, die da auf ihn einprasseln.
Anke, eine andere Beschäftigte, war seh zickig drauf & haute im Laufe des Tages auch einige Male nach mir, woraufhin ich ihr ihre Plüschkatze wegnahm. Dann hörte ich den Neuen ganz bitterlich weinen & eilte mit der Katze in der Hand zu ihm. Ich versuchte minutenlang ihn zu beruhigen - gut zureden, übers Gesicht streicheln. Doch er hörte nicht auf zu weinen & ich wußte nicht, was ich tun sollte.
Plötzlich kam Anke um die Ecke & sah uns. Sie lief schnurstracks auf den weinenden Jungen zu & ich dachte erst, sie wollte ihn schlagen, weswegen ich auch drohend "Nicht, Anke!" rief. Natürlich irrte ich mich. Sie schaute ihn an, streichelte ihm etwas ungeschickt über den Kopf & sagte sowas wie "Ei,ei". Unglaublicherweise hörte der Junge auf zu weinen & blieb auch ruhig. Anke hatte sich ihre Katze zurückverdient & alle waren glücklich.
Morgen noch ein Tag, dann ist Wochenende. Yeah! 
2.9.10 20:21


 

Ich habe jetzt schon seit über einer Woche nicht geschrieben, weil seit einer Woche einfach nicht viel passiert ist. Meine Tage bestanden aus Aufstehen, Arbeiten, Duschen, Essen, Schlafen.
Gestern habe ich mich dann noch mit meinen Arbeitskollegen bei Rudi getroffen, es war alles in allem ein witziger Abend. Ich habe R. ausgelacht, als er auf dem Wiiboard eine miese Eiskunstkür hinlegte, das war schön.
Heute dann ein Moment der einfach mal meine nächsten 3 Jahre bestimmt hat. Meine Mutter kam mit einem Brief zu mir, der von der Hochschulzulassung war. Ich fragte mich, was die jetzt schon wieder wollten, ich hatte doch schon sämtliche Ablehnungen erhalten. Als ich den Brief auseinanderfaltete, prangte dort in fetten Buchstaben ZULASSUNGSBESCHEID IM AUFTRAG DER HOCHSCHULEN & ich dachte: Wtf?
Ich habe mir den ersten Satz mehrmals durchlesen müßen, um ihn zu verstehen.
"Im Rahmen des Serviceverfahrens erhalten Sie namens der o.g. Hochschue einen Studienplatz."
Wow. Ich habe mich immer noch nicht an den Gedanken gewöhnt, jetzt tatsächlich doch in weniger als 3 Wochen eine richtige Studentin zu sein. Was gehtn?!
Worte können gerade nicht ausdrücken wie ich mich fühle. Es ist einfach so... unglaublich. Unglaublich phänomenal.
Es ist nicht meine Wunschuni geworden, aber das kümmert mich gerade nicht die Bohne. Ich komme aus Bielefeld raus & werde in Münster neu anfangen. Es geht voran!!

11.9.10 18:26


 
7.15 Uhr: Die Sonne scheint, ich wache auf & denke: Heute ist ein schöner Tag, denn gleich fahre ich nach Münster & schreibe mich für meinen Studiengang ein. ENDLICH.
 
11.05 Uhr:  Wie ein Zombie verlasse ich das Zimmer der Prüfungsdame. Meine Oma sieht, dass ich leichenblass bin & fragt, ob alles in Ordnung wäre - "Nein", sage ich, während ich versuche weder zu heulen noch zu hyperventilieren.
 
Ich dachte dass der Tag, der über meine nächsten 3 Tage entscheidet, schon längt gekommen & sich zu meinen Gunsten gedreht hat. Natürlich ist dem nicht so.
Bevor ich mich bei der FH [die übrigens ein wirklich schönes, altes rotes Gebäude mit Türmchen ist] einschreiben durfte, schickte man mich zu einer Frau, die mein Praktikum überprüfen & bestätigen musste. "Okay" dachte ich, meinen FSJ-Nachweis & mein Abschlußzeugnis hatte ich dabei. Also betrat ich ihr Büro & legte ihr meinen Nachweis vor.
"Der reicht aber nicht", sagte die dann, "Ich muss etwas haben, auf dem auch ihre Tätigkeiten nachgewiesen werden."
Ich zeigte ihr mein Zeugnis, auf dem alles stand, was ich letztes Jahr getan hatte.
"Ich sehe hier keine Aufgaben, die Sie im Bezug auf ihr Studium geleistet haben."
"Wie bitte?"
"Ich sehe hier nirgendswo, dass sie im Sozialdienst oder ähnliches gearbeitet haben oder derartige Tätigkeiten übernommen haben. Ist ja alles schön was hier steht - aber damit kann ich nichts anfangen."
Nach & nach wurde mir klar, was für ein Problem diese Frau mit meinem Zeugnis hatte: Nirgendwo stand, dass meine Arbeit etwas mit der Praxis meines bevorstehenden Studium [Soziale Arbeit] zu tun hatte, & mein Praxisanleiter ist auch keine Diplomsozialarbeiterin gewesen. Mein FSJ war in Münster einen Scheiß wert ohne ein 3-monatiges Praktikum, welches eben einen Bezug zur Sozialen Arbeit hatte.
Ab da weiß ich nicht mehr, was ich gesagt oder getan habe. Ich habe die arme Frau so zugetxtet, dass sie schließlich sagte: "In Ordnung, wir machen es so: Sie gehen runter zu den Kollegen & schreiben sich ein. Sie können mir bis zum 30. einen Praktikumsnachweis zu schicken, dann ist Ihre Einschreibung auch gültig. Ansonsten müßen Sie sich zu einem späteren Zeitpunkt bewerben."
Also: Ja, ich bin eingeschrieben. Ich muss nur noch ein Praktiukum nachweisen, welches ich nicht gemacht habe, dann darf ich auch studieren.
Ich weiß nicht, ob es sich lohnt, mich an den letzten Rest Hoffnung zu klammern, der sich noch irgendwo bei mir versteckt befindet. Ich weiß nur, dass sich meine Nerven so eben verabschiedet haben & der Wahnsinn mir übers Gesicht leckt.
Ich will raus aus dieser Achterbahnfahrt.


Ps: Trotzdem: danke für die Glückwünsche. Ich hab mich gefreut.
16.9.10 13:32


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